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Häufig gestellte Fragen

Zusammengestellt aus tausenden Kundenanfragen. Die Fragen sind nach Häufigkeit sortiert.

Über Eaternity

Eaternity ist ein Schweizer Klima-Technologie-Unternehmen, gegründet 2008 in Zürich. Unsere Mission: "Jede Mahlzeit hilft, den Planeten zu schützen."

Was wir bieten: Umweltberechnungen für Lebensmittel (CO₂, Wasser, Entwaldung, Tierwohl) durch unser Environmental Operating System (EOS).

Unsere Reichweite: Mehr als 1.000 Restaurants, über 20 Länder, mehr als 20 Teammitglieder in den Bereichen Lebensmittelwissenschaft, Ökobilanz-Methodik und Softwareentwicklung.


Methodik und Daten

Wie funktioniert der CO₂-Wert / die Klimaberechnung?

Unsere Klimabewertung basiert auf der Ökobilanz-Methodik (Life Cycle Assessment, LCA) nach den ISO-Standards 14040/14044.

Was wir messen:

  • Alle Treibhausgase umgerechnet in CO₂-Äquivalente (CO₂e)
  • Vollständiger Produktlebenszyklus: Anbau, Verarbeitung, Transport, Verpackung, Kühlung

Wichtige Faktoren bei den Berechnungen:

  • Herkunft und Transport: Woher die Zutaten stammen und wie sie transportiert werden
  • Produktionsmethode: Konventionell vs. biologisch, Gewächshaus vs. Freiland
  • Verarbeitung: Energieverbrauch bei der Herstellung
  • Verpackung: Materialien und Entsorgung

Für detaillierte Informationen zur Methodik siehe unsere Methodik-Dokumentation.

Welche Daten/Zutaten decken Sie ab?

Unsere Eaternity-Datenbank (EDB) enthält mehr als 950 Lebensmittel mit vollständigen Umweltdaten, gestützt auf über 55.000 Datenpunkte aus mehr als 15 Jahren Forschung.

Abdeckung:

  • 162 Länder für herkunftsbasierte Berechnungen
  • Mehrere Produktionsmethoden pro Zutat (biologisch, konventionell usw.)
  • Regionale Faktoren für Transport, Energiemix und Wasserknappheit

Kategorien: Obst, Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte, Fleisch, Geflügel, Fisch, Meeresfrüchte, Milchprodukte und Alternativen, Öle, Fette, Gewürze, verarbeitete Lebensmittel und Getränke.

Spezielle Erfassung: Palmöl (Entwaldungsrisiko), Sojaprodukte (Herkunft), Rindfleisch (Weidehaltung vs. Stallmast).

Eine Zutat fehlt? Kontaktieren Sie uns – wir können individuelle Zutaten hinzufügen.

Für Details zur Datenbank siehe Datenbank-Übersicht.

Wie genau/zuverlässig sind Ihre Daten?

Datenquellen:

  • Ecoinvent-Datenbank (führende Ökobilanz-Datenbank)
  • FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen)
  • Nationale Agrarstatistiken
  • Veröffentlichte wissenschaftliche Studien
  • Branchenspezifische Daten von Partnern

Qualitätssicherung:

  • Durch unabhängige Wissenschaftler validiert
  • Konservative Schätzungen bei Datenlücken
  • Regelmässige Aktualisierungen bei neuen Forschungsergebnissen
  • Vollständige Nachverfolgung der Datenherkunft

Informationen zum Umgang mit Unsicherheiten finden Sie in unserer Methodik-Dokumentation.


Zugang und Preise

Wie erhalte ich Zugang / starte eine Testversion?

  1. Kostenlose Testversion: Unser Gastro Professional-Tarif beinhaltet eine kostenlose Testphase. Besuchen Sie unsere Preisseite.

  2. Demo anfordern: Für Unternehmenlösungen oder das Score-Produkt kontaktieren Sie uns für eine individuelle Vorführung.

  3. Einrichtung: Wir konfigurieren Ihre Speisekarte/Produktliste. Enterprise-Tarife beinhalten persönliche Einrichtungssitzungen.

Zeitrahmen: Die typische Einrichtung dauert 1-2 Wochen.

Was kostet Eaternity?

Die Preise variieren je nach Produkt und Nutzungsumfang. Aktuelle Preise finden Sie auf unseren Preisseiten:

Für Mengenrabatte oder individuelle Lösungen kontaktieren Sie uns.

Sind Sie in meinem Land tätig?

Ja! Eaternity ist weltweit aktiv mit Kunden in über 20 Ländern in Europa, Nordamerika und dem asiatisch-pazifischen Raum.

Unterstützte Währungen: EUR (Eurozone), CHF (Schweiz), USD (Amerika, Asien-Pazifik)

Regionale Anpassungen: Transportentfernungen von tatsächlichen Herkunftsorten, lokaler Energiemix bei der Verarbeitung, regionale Wasserknappheitsfaktoren.

USA-spezifisch: Wir haben Kunden in den USA und unsere Datenbank enthält nordamerikanische Agrardaten.


Geschäftliche Nutzung

Kann ich das für mein Restaurant/Unternehmen nutzen?

Eaternity ist für Lebensmittelunternehmen konzipiert – vom einzelnen Cafe bis zum grossen Gastronomiekonzern.

Was Sie erhalten:

  • Menüanalyse: CO₂-Werte für jedes Gericht
  • Monatsberichte: Verfolgen Sie Ihren Umweltfortschritt
  • Klimafreundlich-Kennzeichnung: Heben Sie nachhaltige Optionen für Gäste hervor
  • Mitarbeiterschulung: Helfen Sie Ihrem Team, die Auswirkungen zu verstehen

Wir haben Restaurants dabei unterstützt, den CO₂-Fussabdruck ihrer Speisekarte um bis zu 30% zu reduzieren.

Siehe Gastro-Übersicht für Details.

Haben Sie eine Schnittstelle?

Ja! Unser Environmental Operating System (EOS) bietet umfassenden Schnittstellenzugang.

Möglichkeiten:

  • REST-Schnittstelle für Umweltberechnungen
  • Echtzeitberechnungen für individuelle Rezepte
  • Unterstützung mehrerer Indikatoren: CO₂, Wasser, Regenwald, Tierwohl, Gesundheit
  • Vollzugang zu unserer Zutatendatenbank

Technische Spezifikationen:

  • Moderne Python/PostgreSQL-Architektur
  • Cloud-native Bereitstellung (Kubernetes)
  • JSON-Antwortformat
  • Umfassende Dokumentation

Integration mit: Kassensystemen, Menüverwaltung, E-Commerce, mobilen Apps, ERP-Systemen.

Schnittstellenzugang ist im Enterprise-Tarif enthalten oder separat erhältlich.

Siehe Schnittstellen-Dokumentation für technische Details.

Können Sie bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung helfen?

Ja! Unsere Daten unterstützen ESG- und Nachhaltigkeitsberichte.

Unterstützung bei der Berichterstattung:

  • Scope-3-Emissionen: Lebensmittelbeschaffung macht oft 20-40% des Scope-3-Fussabdrucks aus
  • Monatsberichte: Automatische Zusammenfassungen der Umweltauswirkungen
  • Exportformate: Kompatibel mit gängigen Berichtsrahmenwerken
  • Historische Nachverfolgung: Beobachten Sie den Fortschritt über Zeit

Ausrichtung an Standards: GHG Protocol, Science Based Targets (SBTi), CDP, EU Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD).

Enterprise-Kunden erhalten engagierte Unterstützung bei der Berichterstattung und individuelle Vorlagen.


Technische Fragen

Warum ist Kalbfleisch CO₂-intensiver als Rindfleisch?

Kalbfleisch stammt von Kälbern, Rindfleisch von ausgewachsenen Rindern. Das Schlachtgewicht und der Fleischanteil sind bei beiden proportional ähnlich. Da Rinder jedoch deutlich mehr Gewicht haben, werden die Ressourcen und Emissionen entsprechend pro Kilogramm Fleisch zugeordnet.

Die Kälbermast im Inland nutzt hauptsächlich überschüssige Milch aus der Milchwirtschaft und Nebenprodukte aus der Milchverarbeitung in Kombination mit Aufzuchtfutter. Der Milchanteil ist bei Kälbern viel höher:

  • Biologische Mast: 56,7% der Emissionen entfallen auf Milch
  • IP-Mast (Schweizer integrierte Produktion): 72,4% der Emissionen aus Milch und Milchpulver

Ein weiterer wichtiger Faktor ist, dass Kälber mit etwa einem Monat aus der Milchwirtschaft in die Mast kommen. Die längere Lebensdauer von Rindern führt zu mehr direkten Tieremissionen:

  • IP-Rinder: 47,8% direkte Emissionen
  • Bio-Rinder: 60,6% direkte Emissionen (aufgrund von Raufutter-basierter Fütterung)

Warum hat Basmati-Reis höhere Emissionen als Langkornreis?

Der Anbau von Basmati-Reis ist mit wasserintensiveren Bewässerungsmethoden verbunden als bei normalem Langkornreis. Dies führt zu höherem Energieverbrauch für die Pumpen und insgesamt etwas höheren Methanemissionen.

Warum hat Aubergine selbst im Sommer eine schlechte CO₂-Bilanz?

Wenn Auberginen im Juli-September gekauft werden (der Anbau beginnt früher), ist keine Heizenergie in der Berechnung enthalten. Das aktuelle Modell beinhaltet jedoch den ganzjährigen Anbau in einem (unbeheizten) Gewächshaus. Das bedeutet, dass zusätzliche Emissionen aus dem Gewächshausbetrieb auch in den Sommermonaten enthalten sind.

In künftigen Modellen wird es möglich sein, genauer zwischen Anbauregionen zu unterscheiden – nicht nur bezüglich der Transportentfernung, sondern auch ob und wie lange ein Gewächshaus genutzt wird.


App-Nutzung

Wie soll ich mit Rezeptduplikaten in der Eaternity-App umgehen?

In der Eaternity-App müssen Rezeptnamen eindeutig sein, da Rezepte als Unterrezepte verwendet werden können.

Empfehlungen:

  • Wenn Sie ein Unterrezept ändern (z.B. "Bechamelsauce" in "Lasagne"), ändern Sie den Namen
  • Fügen Sie geänderten Rezepten Daten hinzu: "Bechamelsauce 2024-09-26"

Beim Löschen:

  • Hauptrezepte können jederzeit gelöscht werden
  • Entfernen oder benennen Sie zuerst geänderte Unterrezepte um, um Duplikate zu vermeiden

Weitere Tipps finden Sie unter App-Nutzungstipps.


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